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Das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg ist am 23. Februar 2026 erneut für seine diversitätssensible Ausrichtung ausgezeichnet worden. Als erste Berliner Einrichtung erhielt das Haus im Rahmen des bundesweiten Programms Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt das neue „Goldene Qualitätssiegel“, das neben queersensibler Pflege erstmals auch eine (post-)migrationssensible Dimension verbindlich einbezieht. Bereits 2018 wurde das Seniorenzentrum als erste Einrichtung bundesweit zertifiziert, 2022 folgte die Rezertifizierung.

Das Zertifizierungs- und Qualifizierungsprogramm wird von der Schwulenberatung Berlin durchgeführt. Es zeichnet Pflegeeinrichtungen aus, die strukturell, organisatorisch und personell Voraussetzungen für eine professionelle Begleitung von LSBTIQ*-Personen (lesbisch, schwul, bi- und transsexuell, intergeschlechtlich, queer) sowie Menschen mit Migrationsbiografie schaffen. Grundlage ist ein verbindlicher Entwicklungsprozess mit Beratung, Schulungen und externer Begutachtung.

Minderheiten unter Druck

„Im aktuellen gesellschaftlichen Klima, in welchem queere Lebensrealitäten zunehmend unter Druck geraten, schafft das Immanuel Seniorenzentrum Schönberg einen geschützten Raum, in dem sexuelle und geschlechtliche Vielfalt anerkannt, professionell begleitet und selbstverständlich im Alltag gelebt werden kann. Diversität ist hier kein bloßes Label, sondern strukturell verankert“, betonte Natasha Gladden, Beraterin für diversitätssensible Pflege und Versorgung bei der Schwulenberatung Berlin.

 „Ein Lebensort Vielfalt zeichnet sich dadurch aus, dass er gesellschaftliche Realität widerspiegelt. Das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg zeigt besonders im (post-)migrantischen Kontext, wie Pflegeeinrichtungen Räume schaffen können, in denen unterschiedliche Biografien, Sprachen und Lebensgeschichten nicht als Herausforderung, sondern als Ressource verstanden werden. Damit wird das Haus zu einem Ort, an dem Teilhabe, Anerkennung und Würde für alle Bewohner*innen in ihrer Lebenswelt erfahrbar sind“, sagte Ilknur Özer Erdogdu, Beraterin für (post-)migrantische Vielfalt bei Vielfalt Pflegen/g2 Organisationsentwicklung GmbH, dem Kooperationspartner für das Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt, anlässlich der Siegelvergabe.

Kai Münch, queerbeauftragte Person im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, bezeichnete die Pflegeeinrichtung als „absoluten Leuchtturm und ein Vorzeigeprojekt“. 

Vielfalt als gelebter Qualitätsstandard zeitgemäßer Pflege

„Das Siegel ist ein starkes Zeichen an unseren Kiez, unsere Stadt und die ganze Republik: Toleranz ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft und muss täglich gelebt werden. Unsere Trägergesellschaft Immanuel Miteinander Leben und die Mitarbeitenden des Hauses haben sich unermüdlich für Schaffung und Erhaltung einer offenen, vielfältigen und diskriminierungsfreien Umgebung eingesetzt und diese geglückte Zertifizierung ist ein Ergebnis“, sagte Einrichtungsleiterin Nicole Oerder

Thorsten Gerenkamp, Geschäftsführer von Immanuel Miteinander Leben, dankte dem gesamten Team für sein Engagement. Andreas Mende, Konzerngeschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie stellte heraus: „Als diakonisches Unternehmen wurzeln wir im christlichen Menschenbild. Jeder Mensch ist von Gott gewollt, einzigartig und mit gleicher Würde ausgestattet. Vielfalt stärkt unsere Gemeinschaft, verbessert unsere Arbeit und macht sichtbar, wofür wir stehen: für Menschlichkeit, Würde und ein Miteinander, das Unterschiede nicht trennt, sondern verbindet.“

Mit dem Goldenen Qualitätssiegel setzt das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg bundesweit ein deutliches Signal: Vielfalt ist kein Zusatz, sondern gelebter Qualitätsstandard moderner Pflege.

 „Lebensort Vielfalt“ in der Praxis

Das Seniorenzentrum verankert Vielfalt im Pflegealltag beispielsweise durch:

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Basisinformationen

Immanuel Miteinander Leben

Die Immanuel Miteinander Leben ist eine Gesellschaft der Immanuel Albertinen Diakonie. Sie betreibt an acht Standorten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Einrichtungen in den Bereichen Vollstationäre Pflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege, Diakoniestationen sowie Wohnstätten in der Behinderten- und Suchthilfe. Seit 1947 ist die Schaffung lebenswerter Lebenswelten für pflegebedürftige Menschen Zentrum ihrer diakonischen Aktivitäten.

Weitere Informationen:
https://miteinanderleben.immanuel.de/ 

https://www.instagram.com/immanuelmiteinanderleben/

https://www.facebook.com/profile.php?id=61585118084041

Immanuel Albertinen Diakonie

Die Immanuel Albertinen Diakonie steht für gebündelte Kompetenz für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. 

Dazu dienen Einrichtungen der stationären Krankenhausversorgung, der Altenhilfe, Hospize sowie Medizinische Versorgungszentren. Hinzu kommen die Betreuung von Menschen mit Behinderungen, Angebote unter anderem in der Suchtkrankenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und der psychosozialen Beratung. Eine hoch spezialisierte Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung, die Trägerschaft für eine themenverbundene Hochschulausbildung sowie Dienstleistungsgesellschaften runden das Angebot ab. 

Rund 8.000 Mitarbeitende in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen erwirtschaften in fast 100 Einrichtungen einen Konzernumsatz von rund 850 Millionen Euro. 

Weitere Informationen:  

https://immanuelalbertinen.de  

https://www.instagram.com/immanuelalbertinen  

https://www.facebook.com/immanuelalbertinen  

https://www.youtube.com/immanuelalbertinendiakonie 

Ansprechperson für Pressethemen

Dr. Jenny Jörgensen

Kommunikationsmanagerin Presse, Immanuel Albertinen Diakonie